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Abhängigkeitserkrankungen

DEFINITIONEs wird unterschieden zwischen «stoffgebundenen» (Nikotin, Alkohol, Medikamenten, illegalen Drogen) und «verhaltensbezogenen» (Computer, Glücksspiel, Arbeit, Sex) Süchten. Im weiteren wird zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit unterschieden. Zum einen das unwiderstehliche Verlangen, ein Suchtmittel einzunehmen, zum anderen die körperlichen Symptome, die sich einstellen, beim Ausbleiben der Einnahme einer Substanz oder dem nicht Ausüben eines Verhaltens. Bei der Abhängigkeit von mehreren Suchtmitteln spricht man von Polytoxikomanie. Depressionen und Angsterkrankungen werden oft von Abhängigkeitserkrankungen begleitet. Dies im Sinne eines Selbstbehandlungsversuches.

HÄUFIGKEITFünf bis sieben Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Abhängigkeitserkrankung. Die Dunkelziffer dürfte jedoch sehr hoch sein. Frauen neigen eher zu Medikamentenmissbrauch, wohingegen bei Alkohol und illegalen Drogen der Anteil der Männer höher ist.

URSACHENEinheitliche psychologische Ursachen von Abhängigkeitserkrankungen existieren nicht. Fest steht; je jünger die Menschen bei Beginn, je höher das genetische Risiko, je unkritischer das jeweilige Umfeld und je grösser die täglich konsumierte Menge ist, um so schneller entwickelt sich eine Abhängigkeit.

SYMPTOMEDie Erscheinungsformen von Abhängigkeitserkrankungen sind sehr unterschiedlich. Die Störungen zeigen sich auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene. Körperliche Symptome sind: Schwitzen, Übelkeit, Magenschmerzen, Gewichtsverlust und neurologische Ausfälle. Interessenverlust, Stimmungsschwankungen, ängstliche Unruhe, innere Nervosität und Schlafstörungen zeigen sich auf der psychischen Ebene. Von besonderer Bedeutung sind Schuld- und Schamgefühle. Als soziale Folge können Beziehungsprobleme, Verschuldung, Arbeitslosigkeit und Delinquenz auftreten.

THERAPIEAm erfolgversprechendsten ist die Therapie, wenn die Motivation zur Veränderung hoch ist. Oft ist eine Entgiftung im stationären Rahmen unerlässlich. Da eine Suchterkrankung verschiedene Lebensbereiche beeinflusst, ist ein Miteinbezug von Angehörigen oder Arbeitgeber oft sehr wichtig bei der Behandlungsplanung. Im Zentrum der Therapie steht die Rückfallprophylaxe.

VERLAUFDie Therapie ist oft sehr langwierig und Phasen der erfolgreichen Abstinenz werden von Rückfällen unterbrochen. In der Suchttherapie arbeitet man mit Rückfällen. Oft ist ein substanzfreies Leben als Therapieziel unrealistisch. Langfristig kann bei dreissig bis fünfzig Prozent eine stabile Besserung erreicht werden.