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Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperkinetische Störung / ADHS

DEFINITIONIm Buch «Der Struwwelpeter» wurde 1845 diese Verhaltensstörung erstmals dargestellt. Die Bezeichnung ADHS (Attention Deficit Hyperactivity- Syndrom) geht auf das Jahr 1987 zurück. Lange hielt sich auch die Vorstellung, es seien vor allem Kinder betroffen und die Störung wachse sich aus. Kontroverse Diskussionen über Diagnostik, Entstehungshintergrund und Therapie dauern bis heute an.

HÄUFIGKEITBetroffen sind zwischen drei und neun Prozent aller Kinder. Etwa ein Drittel dieser Kinder bleibt auch im Erwachsenenalter beeinträchtigt.

URSACHENBei den Ursachen spielen genetische Faktoren eine wesentliche Rolle nebst einer Regulationsstörung innerhalb bestimmter Hirnareale. Ebenfalls von Bedeutung ist das Lebensumfeld des Kindes, welches den Einfluss von Erbanlagen verstärken oder abschwächen kann.

SYMPTOMEEine ausgeprägte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung sind die Hauptsymptomatik. Die Kinder sind leicht ablenkbar, zeigen mangelnde Ausdauer sowie nur kurze Konzentrationsfähigkeit. Hyperaktivität und Impulsivität zeigen sich in starker körperlicher oder innerer Unruhe. Sie sind zappelig, können nicht lange still sitzen. Sie sind leicht irritierbar und leicht erregbar. Oft ist ihr Verhalten unvorhersehbar.

THERAPIENicht jede Aufmerksamkeitsstörung muss behandelt werden. Die Übergänge zwischen einem unkonzentrierten, lebhaften Kind und dem Krankheitsbild ADHS sind fliessend. Wichtig ist deshalb eine sorgsame Abklärung. Diese ist indiziert, wenn die erwähnten Symptome über einen längeren Zeitraum andauern und das Kind merklich darunter leidet. Verhaltenstherapeutisch orientierte Trainingsprogramme kombiniert mit Pharmakotherapie haben sich gut bewährt. Wichtiges Ziel aller pädagogischen und therapeutischen Interventionen ist die verbesserte Kontrolle der Hauptsymptome. Es soll verhindert werden, dass betroffene Menschen zu Versagern oder Aussenseitern werden.

VERLAUFBei manchen Patienten reicht eine Behandlung über einige Jahre aus, andere sind lebenslang auf therapeutische Hilfe angewiesen. Wenn die Patienten lernen, mit ihrer spezifischen Problematik und Verletzlichkeit umzugehen, verfügen sie über eine gute Lebensqualität.