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Angststörungen

DEFINITIONAngst ist eine in uns Menschen festgelegte Gefühlsreaktion auf Bedrohungen und somit lebensnotwendig. Die Angst wird dann zur Krankheit, wenn sie der tatsächlichen Bedrohung nicht mehr entspricht, lange anhält und zu Vermeidungsverhalten führt. Manchmal betrifft sie nur bestimmte Dinge und Ereignisse wie die Angst vor Spinnen oder die Angst vor dem Fliegen. Solche Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen bezeichnet man als Phobien. Weitere Formen sind die aus dem Nichts, attackenartig auftretende Panikstörung sowie die generalisierte Angststörung, bei der die Betroffenen mehr oder minder beständig unter diffuser Anspannung und chronischen Befürchtungen leiden.

HÄUFIGKEITAngst ist eine der am häufigsten auftretenden psychischen Störungen, dies oft in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen. Dabei sind Frauen öfter betroffen als Männer. Die Ersterkrankung liegt meist vor dem 45. Lebensjahr.

URSACHENBeim Erklärungsversuch, wie es zu Angststörungen kommt, finden sich viele unterschiedliche Ansätze. Wichtig dabei ist, dass jede Veränderung im Körper oder der Psyche sich nach und nach auf den ganzen Menschen auswirkt. Solche Veränderungen geschehen schleichend und die Ursachen sind vielfältig. Veranlagung, Sozialisation, kritische Lebensereignisse, lang anhaltende belastende Lebensphasen, Suchtmittelmissbrauch, Stoffwechselstörungen und mehr können dazu führen, dass irgendwann das Gleichgewicht so sehr gestört ist, dass es vom Körper und der Psyche nicht mehr korrigiert werden kann und es zum Ausbruch einer Angststörung kommt.

SYMPTOMEPanikattacken sind durch das plötzliche Auftreten intensiver Angst charakterisiert. Dabei leiden die Patienten nicht nur während einer Panikattacke. Die Angst vor der nächsten Attacke – die Angst vor der Angst – kann die Lebensfreude und Aktivität negativ beeinflussen. Vielfältige Körpersymptome wie Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Erstickungsgefühle und Herzrasen lassen an eine lebensbedrohliche Erkrankung glauben. Generalisierte Angsterkrankungen sind charakterisiert durch lang anhaltende, eher diffuse Ängste. Auf der körperlichen Ebene zeigen sich motorische Spannungen, unkontrollierte Übererregbarkeit oder auch übermässige Wachsamkeit. Phobien sind gekennzeichnet durch zwanghaft sich aufdrängende Ängste vor bestimmten, eigentlich ungefährlichen Gegenständen oder Situationen. Alle Angststörungen sind begleitet von sozialem Rückzug, Vermeidungsverhalten und vielfältigen Arztbesuchen.

THERAPIEDie Behandlung von Angsterkrankungen ist oft eine Kombination von Pharmako- und Psychotherapie, ergänzt durch Entspannungstechniken.

VERLAUFIm Vergleich mit anderen psychischen Erkrankungen können sowohl die therapeutische Beeinflussbarkeit als auch die Prognose bei Angststörungen als relativ gut bezeichnet werden.