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Burn-out-Syndrom

DEFINITIONDie Krankheit umfasst den Zustand völligen körperlichen, seelischen und geistigen Ausgebrannt-Seins. Gemäss der «Internationalen Klassifikation psychischer Störungen/ICD-10» der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird das «Burn-out-Syndrom» als ein breites Spektrum uneinheitlicher Symptome beschrieben und nicht als eine eigenständige Erkrankung.

HÄUFIGKEITEs können aufgrund fehlender gültiger diagnostischer Kriterien keine verlässlichen Angaben über Erkrankungsraten gemacht werden. Vermutet wird jedoch eine allgemeine Zunahme des Syndroms. Wichtig ist: Grundsätzlich können alle Menschen ausbrennen – auch Arbeitslose.

URSACHENBurn-out tritt sowohl bei zu hoher Arbeitsbelastung als auch bei mangelnder individueller Gestaltungsmöglichkeit auf. Erschwerend wirken sich schlechte Arbeitsatmosphäre und fehlende Anerkennung aus. Private Stressoren spielen eine Rolle wie auch der Hang zu übergrossem Engagement und Perfektionismus. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen betonen strukturelle und soziale Gegebenheiten unserer Lebens- und Arbeitswelt als ursächliche Faktoren.

SYMPTOMEDie Erkrankung beginnt meist schleichend und unauffällig. Vorboten werden oft über lange Zeit bagatellisiert oder gar verleugnet. Warnsignale wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, erhöhte Irritierbarkeit, Krankheitsanfälligkeit sowie vielfältige psychosomatische Beschwerden oft ignoriert. Eine fortgeschrittene Entwicklungsphase ist emotionale Erschöpfung, innere Leere und Abstumpfung bei gleichzeitiger Unfähigkeit, sich in der Freizeit und den Ferien zu erholen. Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Betroffenen sind zunehmend reduziert. Oft ist eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit die Folge.

THERAPIEWird die Erkrankung früh erkannt, können Massnahmen im ambulanten Bereich zu einer Verbesserung führen. Informationen über die Erkrankung und Motivationsarbeit für eine Lebensumstellung sowie Veränderungen im Arbeitsverhalten sind notwendig. Unterstützungsschritte im Sinne von Stressmanagement und «work-life balance» sind indiziert. Sind auf diese Weise keine nachhaltige Symptomreduktion und Erholung möglich, empfiehlt sich eine stationäre Behandlung in einer therapeutischen Institution.

VERLAUFDie Prognose ist bezüglich einer Heilung bei einer überwiegenden Zahl der Betroffenen gut. Oft stellen sich bereits nach kurzer Behandlungsdauer vielversprechende neue Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven ein. Manchmal ist eine frühzeitige stationäre Behandlung sinnvoll, da die räumliche Distanz zu den realen und phantasierten Aufgaben und Verpflichtungen eine wichtige Voraussetzung für eine Genesung darstellt.