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Demenz

DEFINITIONDemenz bezeichnet eine heterogene Gruppe von Erkrankungen. Schädigungen und Zerstörungen von Nervenzellen führen zu zunehmender Vergesslichkeit bis hin zum Gedächtnisverlust, veränderter Emotionalität, veränderter Denk- und Urteilsfähigkeit. Der Verlauf ist chronisch oder fortschreitend. Eine grosse Belastung für das soziale Umfeld stellen die Verschlechterung der emotionalen Kontrolle und allgemein des Sozialverhaltens dar.

HÄUFIGKEITDas Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter: Bis zum Alter von 65 Jahren liegt das Risiko unter einem Prozent. Bei den über 90-Jährigen ist jeder Zweite bis Dritte betroffen. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Tendenz steigend. Dies wird auch vermehrt von gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Bedeutung werden.

URSACHENDie Ursachen der meisten Demenzen sind noch nicht bis ins Detail erforscht und noch unklar. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache, gefolgt von degenerativen Veränderungen der Hirngefässe, welche zu Durchblutungsstörungen oder gar Hirnschlag führen. Ebenfalls demenzielle Symptome als Folge der Erkrankung können Parkinson und AIDS haben.

SYMPTOMEMit dem Älterwerden gelegentlich einen Namen oder eine Telefonnummer zu vergessen, welche man später erinnert, ist harmlos. Demenzkranke hingegen vergessen häufig wichtige Ereignisse und erinnern sich später nicht mehr daran. Oft ist der Beginn der Erkrankung schleichend und bleibt von den Betroffenen sowie der Umgebung lange Zeit unbemerkt. Die Diagnosestellung ist sehr anspruchsvoll. Demenz ist mehr als eine Gedächtnisstörung. Durch vielfältige kognitive Einbussen ist die intellektuelle Leistungsfähigkeit gemindert und mit fortschreitender Erkrankung beginnt die Unfähigkeit, Dinge des Alltags, wie Ankleiden, Körperpflege oder Essen alleine zu verrichten. Belastend für die Umgebung sind auch die Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen, wie auch der Verlust an emotionaler Kontrolle.

THERAPIEEs existieren heute noch keine Möglichkeiten, eine Demenzerkrankung zu heilen. Es stehen jedoch Medikamente zur Verfügung, welche zur Milderung der Symptome und zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs beitragen. Mittels moderner Psychopharmaka lassen sich auch durch Demenz bedingte Verhaltensstörungen positiv beeinflussen. Wichtig ist auch die Information und Entlastung der Angehörigen. Die Pflege und Betreuung der Betroffenen sind sehr aufwändig und eine entsprechende Entlastung des sozialen Umfeldes notwendig.

VERLAUFEine frühzeitige und umfassende Diagnostik ist von grosser Bedeutung, da die Erkrankung zwar nicht geheilt, jedoch ihr Verlauf im Frühstadium positiv beeinflusst werden kann. Man nimmt an, dass heute nur jede zweite Demenzerkrankung erkannt und entsprechend therapiert wird. Nur bei richtiger Diagnosestellung können entsprechende hilfreiche ambulante und stationäre Unterstützungsangebote zum Tragen kommen. Manche Betroffene leiden an vermindertem Selbstwertgefühl sowie Depression und Resignation. Dies schafft für die Angehörigen eine zusätzliche Belastungssituation. Die Beratung und Entlastung von Betreuendensind wichtige Aspekte in der Demenztherapie.