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Depression

DEFINITIONJeder Mensch kennt das Gefühl von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Pessimismus. Die Depression hingegen ist eine schwere seelische Krankheit, welche im Zunehmen begriffen ist. Die WHO rechnet damit, dass Depression eines Tages global das grösste Gesundheitsproblem darstellen könnte. Die depressive Erkrankung ist meistens auch begleitet von vielfältigen körperlichen Beschwerden. Gedanken an den Tod und Suizidphantasien gehören oft zum depressiven Erleben.
Von einer Manie spricht man, wenn das Erleben in eine gehobene, euphorische Stimmung umschlägt. In diesem Fall spricht man von einer bipolaren Störung.

HÄUFIGKEITWeltweit leiden etwa 340 Millionen Menschen unter Depression. In der Schweiz erkrankt jeder Fünfte einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Frauen erkranken häufiger als Männer und bei mehr als zehn Prozent der schwer Depressiven kommt es zum Suizid. Das Erscheinungsbild der Erkrankung ist uneinheitlich und trotz Informationen und Aufklärungsarbeit wird nur etwa die Hälfte der betroffenen Patienten einer Behandlung zugeführt.

URSACHENDie Ursachenforschung bei der depressiven Erkrankung hat im neurobiologischen Bereich in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt. Somit sind Besonderheiten im Aufbau und in der Aktivität des Gehirns mitverantwortlich für die Depressionserkrankung. Die Krankheit tritt familiär gehäuft auf, was annehmen lässt, dass auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Obwohl empirisch wenig belegt sind die psychologischen Hypothesen zur Ursache der Depression: Verlusterlebnisse, das Modell der gelernten Hilflosigkeit oder Kommunikationsmodelle für die Therapie unverzichtbar.

SYMPTOMENicht immer steht die depressive Verstimmtheit im Vordergrund der Symptomatik. Bei manchen Betroffenen überwiegen der fehlende Antrieb, bei anderen eine rastlose innere Unruhe. Eine grosse innere Leere sowie die Unfähigkeit, überhaupt Gefühle empfinden zu können, verbunden mit reduziertem Selbstwertgefühl, führen zu einem hohen Leidensdruck. Depressive sind meist in ihrer gesamten Lebensführung erheblich beeinträchtigt und können ihre alltäglichen Aufgaben nur noch mit grosser Mühe bewältigen. Es kommt zu Schlaf- und Appetitstörungen und zu einem erheblichen Leistungsabfall, was sich auch in der Arbeitswelt auswirkt.

THERAPIEDer Schwerpunkt der Behandlung liegt in der ambulanten Psychotherapie, gestützt durch Pharmakotherapie. Dabei haben sich unterschiedliche Therapieansätze bewährt. Wichtig ist eine tragende Patient-Therapeut-Beziehung. Da es bis zum Wirkungseintritt von depressiven Medikamenten mehrere Wochen dauern kann, ist eine stützende Psychotherapie in dieser Zeit von grosser Bedeutung. Auch müssen Betroffene, wie auch Angehörige, über die Krankheit gut aufgeklärt und informiert werden, um allfällig wiederkehrende Symptome frühzeitig zu erkennen. Es kommen auch Therapieverfahren wie Schlafentzug oder Lichttherapie bei saisonal abhängiger Depression zum Einsatz. Bei Selbstgefährdung ist ein Klinikaufenthalt indiziert und bei unmittelbarer Suizidgefahr in einem geschlossenen, eng überwachten Rahmen.

VERLAUFIm Gegensatz zu anderen psychischen Erkrankungen klingen die meisten depressiven Krankheitsphasen vollständig ab. Es bleibt jedoch ein erhöhtes Risiko erneut zu erkranken. Krankheitsinformation, präventive Massnahmen und der Miteinbezug von nahestehenden Personen ist deshalb sehr wichtig. Eine Depression kann tödlich verlaufen. Die immer bestehende Suizidgefahr darf nie unterschätzt werden.