Aare Forum

Am Aare Forum 2019 dreht sich alles um die Kommunikation

"Kommunikation ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Kommunikation." Egal ob im direkten, persönlichen Dialog oder über die modernen, elektronischen Mittel – nicht nur das Was ist in einer Information wichtig, sondern auch das Wie. Die Wortwahl, die Betonung, die visuelle Darstellung, der Zeitpunkt und nicht zuletzt die Wahl des Kommunikationsweges können ein und dieselbe Mitteilung unterschiedlich wirken lassen.

Weil die Kommunikation alle anbelangt, widmet sich das 13. Aare Forum der Solodaris Stiftung unter dem Titel "Sage, was du denkst, bedenke, was du sagst!" diesem vielschichtigen Thema. Referentinnen und Referenten beleuchten unterschiedlichste Aspekte des Kommunizierens, zeigen Lösungsansätze auf und geben Inputs für das eigene Kommunikationsverhalten.

Das nächste Aare Forum im Stadttheater Olten findet am Freitag, 3. Mai 2019, statt.

Die Referentinnen und Referenten

hasler

Ob als Publizist, als Kolumnist oder als Dozent: Ludwig Hasler ist als Redner ebenso frech wie pointiert. Zum Auftakt des 13. Aare Forums führt der Philosoph und ehemalige Journalist in das Thema ein, präsentiert die vielen Facetten der Kommunikation, blickt auf die Veränderungen der letzten Jahrzehnte zurück und stellt sie in den historischen Zusammenhang. Zudem gibt Hasler Einblicke in das kommunikative Verhalten der Gesellschaft, hinterfragt und kommentiert, und verführt letztlich zum Nachdenken.

ramer

Die elektronischen Mittel haben nicht nur Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Kommunikation entscheidend verändert, sie haben auch die inhaltliche Form stark beeinflusst. Umso wichtiger ist deshalb die Frage, welches Format das passende ist, was gute und korrekte Korrespondenz über E-Mail, SMS, Telefon oder Brief ausmacht. Angelika Ramer hat zu diesem Thema Bücher verfasst, führt als Beraterin und Coach Seminare durch und wird den Anwesenden zweifellos handfeste Tipps für die tägliche Praxis mitgeben können. Denn wertvoll und passend ist besser als modern und trendy.

schnyder

Wie gelange ich unter erschwerten Bedingungen, zum Beispiel bei traumatisierten Menschen, zu relevanten Informationen? Wie bringe ich Menschen zum Sprechen? Und was gilt es zu beachten, wenn in einem derartigen Gespräch ein Dolmetscher zwischengeschaltet ist? Der emeritierte Professor Ulrich Schnyder, ehemaliger Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UniversitätsSpital Zürich, kennt derartige Situationen aus Alltag und Forschung. Er wird aufzeigen, welche Vorgehensweisen zum Erfolg führen. 

Contratto

Ist der Dirigentenstab wirklich das primäre Kommunikationsmittel? Sind es die verbalen Anweisungen während der Proben? Oder gibt es noch andere Wege und Mittel, um ein heterogen zusammengesetztes Orchester zu führen und zu einer Einheit, zum Flow zu bringen? Graziella Contratto, Dirigentin, Leiterin Musik an der Hochschule der Künste Bern und Festivalintendantin, entführt das Publikum auf eine eher unbekannte Seite der Musik und zeigt auf, wie dirigentische Führungsmodelle auch in der Wirtschaft für neue und kreative Impulse sorgen können.

gartmann2Christian Gartmann ist immer dann in Nachrichtensendungen zu sehen und zu hören, wenn eine Krisensituation mit professioneller Kommunikation zu begleiten ist. Nach dem Felssturz im bündnerischen Bondo unterstützte er die Behörden und baute einen Dialog mit den Betroffenen auf. Und seit dem Absturz der JU-52 agiert der Inhaber einer Pilotenlizenz als Sprecher des Unternehmens JU-Air. Die Lehren aus diesen Ereignissen lassen sich auch auf andere, kleinere Krisen anwenden, sagt der Gewinner des Schweizer Preises für Unternehmenskommunikation.

Moser

Kommunikation wird direkter, transparenter und läuft auf verschiedensten Kanälen, welche Auswirkungen hat dieses veränderte Verhalten auf Organisationen und wie können wir mit dem Tempo der Entwicklung umgehen? Diese Aspekte spricht Stefanie Moser in ihrem Referat an. Die Organisationsentwicklerin geht schwergewichtig auf das Kooperieren ein und sagt, warum Kommunikation, Vernetzung und Kollaboration in Zukunft als Schlüsselkompetenzen gelten.

hermann

Den Schlusspunkt auf das Aare Forum setzt der Politologe Michael Hermann. Der Leiter der Forschungsstelle sotomo gibt Einblicke ins Thema Meinungsforschung und zeigt auf, wie bei Umfragen vorgegangen wird, wie die Aussagen aufbereitet, interpretiert und schliesslich die Ergebnisse kommuniziert werden. Vermögen die publizierten Analysen und Trends beeinflussen? Und teilen die Befragten auch wirklich das mit, was sie denken? Ein knappes halbes Jahr vor den eidgenössischen Wahlen ist die Tätigkeit seines Unternehmens von besonderem Interesse. 

Der Entschleuniger

 Baldrian

Früher war er die eine Hälfte von "Flügzüg", nun ist Thomas Leuenberger als "Baldrian" solo unterwegs. Dabei ist die Langsamkeit des Berners die Essenz des Programms. Mit seiner witzigen und poetischen Bühnenshow entschleunigt er das Publikum. Eindrückliche und ausdrucksstarke Flugobjekte fliegen und schweben über die Zuschauer. Dabei fragt man sich: Ist das nun Jonglieren in Zeitlupe? Oder ist es das Verbreiten guter Laune durch Langsamkeit, wie es "Baldrian" selber formuliert. Wahrscheinlich ist es von beidem etwas, auf jeden Fall ist es kein Stress.

Das 13. Aare Forum verspricht einmal mehr einen interessanten und abwechslungsreichen Tag, von dem man nicht nur viele Anregungen und Inputs mitnehmen kann, sondern mit der Teilnahme auch Projekte der Solodaris Stiftung unterstützt.

Hier können Sie sich anmelden:

Online
E-Mail solodaris@solodaris.ch
Telefon 032 628 33 33
Ganzer Tag 375.–
inkl. Kaffee, Mineralwasser und Mittagsbuffet

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