Aare Forum

Das Aare Forum 2021 

Leider mussten wir das Aare Forum vom 24. April 2020 wegen Covid-19 absagen. Das nächste Aare Forum findet aber am Freitag 23. April 2021 wiederum im Stadttheater Olten statt. Diesen Termin dürfen Sie sich bereits vormerken.

In der Zwischenzeit haben allen Referentinnen und Referenten Ihre Teilnahme am Forum 2021 zugesagt. Das ist erfreulich. Das Forum wird daher mit dem bereits bekannten Programm und zum Thema «Übergänge» über die Bühne gehen. Siehe unten.

Wir freuen uns, wenn wir Sie 2021 wiederum begrüssen dürfen.

ÜBERGÄNGE VON LAST BIS LUST

Wie berufliche, soziale und persönliche Veränderungen gemeistert werden.

Übergänge begleiten uns Menschen während dem gesamten Leben. Es sind Entwicklungsschritte, die mal mit viel positiver Energie angegangen oder dann als schier erdrückende Belastung empfunden werden. Unter dem Titel "Übergänge von Last bis Lust – wie berufliche, soziale und persönliche Veränderungen gemeistert werden" widmet sich das 14. Aare Forum der Solodaris Stiftung am Freitag, 23. April 2021, in Olten diesem Thema.
Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen zeigen auf, wie der Wechsel vom einen Lebenszyklus zum nächsten gemeistert werden kann. Sie beleuchten Übergänge im Berufsleben, soziale Übergänge, die altersbedingte Einordnung in eine neue Gesellschaftsgruppe sowie sehr persönliche Übergänge bis hin zur Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit. Auch der Übergang von Menschen mit einer Beeinträchtigung in unserer Gesellschaft soll diskutiert werden.
Basierend auf viel Erfahrung und praxisbezogenem Know-how vermitteln die Referentinnen und Referenten Anregungen und Lösungsansätze, die den Teilnehmenden sowohl im beruflichen Alltag wie im privaten Leben helfen können, mit Veränderungen umzugehen und diese unter Umständen als notwendige Entwicklungsschritte in die eigene Biografie zu integrieren.
Einmal mehr bietet die Charity-Veranstaltung Aare Forum im Stadttheater Olten eine gute Gelegenheit, sich während eines ganzen Tages mit einem besonderen Thema zu befassen, das alle irgendeinmal betrifft – dies zum Preis einer moderaten Tagespauschale, von welcher der Erlös einem Projekt der Solodaris Stiftung zugutekommt.

UnSERE Referentinnen und Referenten

Franz Liechti-Genge

Ausbildung, Supervision und Coaching sowie Lebensberatung sind Bereiche, die seit 15 Jahren zur Leitungs- und Lehrtätigkeit von Franz Liechti-Genge am Eric Berne Institut für angewandte Transaktionsanalyse gehören. Zum Auftakt des Aare Forums vermittelt der reformierte Theologe eine allgemeine Einführung ins Thema. Er zeigt uns die Bedeutung und Wichtigkeit vom bewussten Umgang mit Übergängen und den damit verbundenen Ritualen auf.

Ariella Kaeslin

Vor zehn Jahren war sie Europameisterin und WM-Zweite im Pferdsprung – Ariella Kaeslin war zu jener Zeit die erfolgreichste Schweizer Kunstturnerin. Bis sie 2011 wegen einer Erschöpfungsdepression ihren Rücktritt gab und in ein tiefes Loch fiel. "Vom Sport zurückzutreten ist wie arbeitslos zu werden oder sich pensionieren zu lassen", umschrieb sie mal diesen Schritt. Am Aare Forum berichtet die 32-jährige Luzernerin, die im Sommer 2018 den Bachelor in Sportwissenschaften und Psychologie erworben hat, wie sie diese Krise erlebt und sich wieder ins Leben zurückgekämpft hat.

Jérôme Cosandey

Zu den wichtigsten Übergängen im Leben gehört die Pensionierung. Jérôme Cosandey, Direktor für die Romandie des Think-Tanks Avenir Suisse, setzt sich als Forschungsleiter Finanzierbare Sozialpolitik unter anderem mit dem Schweizer Rentensystem, dessen Finanzierung, dem Generationenvertrag und der Flexibilisierung des Rentenalters auseinander. Dabei wartet er in seinen Publikationen immer wieder mit kreativen Denkanstössen auf, beispielsweise der Idee, dem Fachkräftemangel mit besseren Rahmenbedingungen für Altersarbeit zu begegnen.

Caroline Hess Klein2Ricco Bonfranchi2

Ist die Inklusion von Menschen mit einer kognitiven Behinderung in jedem Falle ein Recht und eine Pflicht? Oder gibt es bei der Gleichstellung auch Zwischentöne, und gibt es in diesem Bereich sogar unüberwindbare Übergänge? In einem Streitgespräch widmen sich der Sonderpädagoge Ricco Bonfranchi und die Juristin Caroline Hess-Klein diesem Thema. 

"Ich setze mich dafür ein, dass unsere Welt für Menschen mit Behinderung zugänglicher wird", sagt Caroline Hess-Klein. Seit nahezu 20 Jahren beschäftigt sie sich mit der Diskriminierung von Behinderten und deren Gleichstellung. Sie hat zu diesem Thema promoviert und seit 2015 leitet die 46-Jährige die Abteilung Gleichstellung der Dachorganisation Inclusion Handicap, wo sie an vorderster Front für die Inklusion kämpft.

Ricco Bonfranchi hat sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema Integration und Behinderung auseinandergesetzt: In seiner Doktorarbeit zur Integration, als Sonderschullehrer, als Leiter zweier Heilpädagogischer Schulen, als Fachlehrer für Psychologie, Sonderpädagogik und Heilpädagogische Soziologie sowie seit 2010 als freischaffender Dozent, Coach und Supervisor. Gerade in der Bildung stellt Bonfranchi den Sinn einer bedingungslosen Inklusion von Menschen in Frage, die als psychisch, geistig oder lernbehindert gelten oder als verhaltensauffällig wahrgenommen werden.

Peter Jakob

"Man muss sähen, damit man ernten kann", sagt Peter Jakob, Mitinhaber der Schreinerei Glaeser Mümliswil AG. Als Ausbildungsverantwortlicher seines Betriebs hat er in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche junge Menschen im Veränderungsprozess zwischen Schulbank und Berufsleben eng begleitet. Vormachen und vorleben, beobachten und coachen, auf die jeweilige individuelle Situation eingehen und gemeinsam Lösungen erarbeiten – Jakob misst all diesen Punkten eine hohe Bedeutung bei. Dass die Glaeser Mümliswil AG als Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 im Kanton Solothurn ausgezeichnet wurde, ist mit ein Grund, weshalb Peter Jakob am Aare Forum über die Übergänge in dieser Lebensphase sprechen wird.

Roland Kunz

Roland Kunz ist überzeugt, dass wir alle eine Verpflichtung haben, uns mit dem eigenen Ende zu befassen, dem Übergang vom Leben in den Tod. Der 64-jährige ist Leiter des Zentrums für Palliativ Care am Zürcher Waidspital. Seine Aufgabe ist es, das Sterben seiner Patientinnen und Patienten so angenehm wie möglich zu machen. Er lindert ihre Schmerzen und bespricht mit ihnen, wie sie sterben möchten. Im Wissen darum, wie er sagt, dass man den Zeitpunkt, wenn das Sterben beginne, nicht allein an medizinischen Fakten festmachen könne.
Rund zweitausend Menschen hat er in seiner beruflichen Tätigkeit in den Tod begleitet. Roland Kunz wird am Aare Forum über seine Erfahrungen sprechen und erklären, weshalb er für ein selbstbestimmtes Sterben plädiert und weshalb er Verständnis dafür hat, dass viele Menschen mit der Planung des eigenen Todes überfordert sind.

Michel Gammenthaler

Begonnen hatte er mit klassischer Zauberei, die er zunehmend mit der Schauspielerei kombinierte, nun kennt man ihn vor allem als Stand-Up-Comedian: Michel Gammenthalers Bühnen-Karriere scheint ein einziger Übergang von der einen Sparte zur anderen. Der wiederkehrende Wechsel zu einem neuen Programm – einige Wochen vor dem Aare Forum präsentiert er sein siebtes mit dem Titel "BLöFF" – wie auch der Schritt vom Familienvater in eine neue Partnerschaft sind weitere Übergänge, über die er zum Abschluss des Aare Forums Red und Antwort stehen wird. Selbstverständlich zeigt Gammenthaler zuvor einige Kostproben seines Könnens – als heitere und verblüffende Übergänge zwischen den Referaten.

Das 14. Aare Forum verspricht einmal mehr einen interessanten und abwechslungsreichen Tag, von dem man nicht nur viele Anregungen und Inputs mitnehmen kann, sondern mit der Teilnahme auch Projekte der Solodaris Stiftung unterstützt.

Hier können Sie sich direkt anmelden, per Mail an solodaris@solodaris.ch, oder telefonisch auf 032 628 33 33.

Ganzer Tag 375.–
inkl. Kaffee, Mineralwasser und Mittagsbuffet

 

Sponsoren

SUVA Gysin + Gerspacher AG Die Mobiliar
BDO Job & Jobs dFischer - Die Metallwerkstatt AG
cs SBB Restaurant Flügelrad, Olten
Somnitec AG netphon chilimedia GmbH
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